Hohe Strompreise – Vergütung produzierte Energie

Die Strompreise bleiben auch im Sommer unverändert extrem hoch, und sie dürften auch mittelfristig wenig fallen. Bei Produzenten, welche die produzierte Elektrizität über die kostendeckende Einspeisevergütung, die Mehrkostenfinanzierung, den Referenzmarktpreis oder über einen Direktvermarkter vergütet erhalten, sollten diese preislichen Korrekturen automatisch erfolgen. Bei anderen Produzenten kann es sein, dass die Vergütung nicht ausreichend angepasst wurde.

Geregelt ist die Vergütung in Art. 12, Abs. 1 der Energieverordnung:

Können sich Produzentin oder Produzent und Netzbetreiber nicht einigen, so richtet sich die Vergütung nach den Kosten des Netzbetreibers für den Bezug gleichwertiger Elektrizität bei Dritten sowie den Gestehungskosten der eigenen Produktionsanlagen; die Kosten für allfällige Herkunftsnachweise werden nicht berücksichtigt. Die Gleichwertigkeit bezieht sich auf die technischen Eigenschaften der Elektrizität, insbesondere auf die Energiemenge und das Leistungsprofil sowie auf die Steuer- und Prognostizierbarkeit.

Produzenten, welche für den produzierten Strom (reine Energie, ohne Förderung und Herkunftsnachweise) weniger als 15 bis 20 Rp./kWh erhalten haben, dürften wohl Anrecht auf eine höhere Vergütung haben. Sie sind gebeten, sich mit der Geschäftsstelle von Swiss Small Hydro (info@swissmallhydro.ch) in Verbindung zu setzen.

Stellungnahme Kantonaler Richtplan Basel-Landschaft (KRIP)

Swiss Small Hydro hat eine Stellungnahme zur Vernehmlassung der Anpassung des Richtplans Basel-Landschaft (KRIP) eingereicht. Der Richtplan beinhaltet neu auch eine Positivplanung der Wasserkraft.

Swiss Small Hydro weist darauf hin, dass mit den in der Positivplanung berücksichtigten Standorten die Ziele des Kantons Basel-Landschaft nicht erreicht werden können, und empfiehlt, zumindest auch sämtliche Standorte „Vororientierung“ in die Positivliste aufzunehmen. Ausserdem wird die undifferenzierte Anwendung der  Systematik „Empfehlung zur Erarbeitung kantonaler Schutz- und Nutzungsstrategien im Bereich Kleinwasserkraftwerke» des UVEK kritisiert, die 2012 durch das BAFU ohne Berücksichtigung der Interessen der Kleinwasserkraft erarbeitet wurde.

Unsere Stellungnahme finden Sie hier:

– Link Vernehmlassung KRIP: https://www.baselland.ch/themen/p/politische-rechte/vernehmlassungen

Stellungnahme „Beschleunigte Bewilligungsverfahren“

Swiss Small Hydro hat eine Stellungnahme zu den beschleunigten Bewilligungsverfahren eingereicht. Die Vorlage bringt der Kleinwasserkraft keine Vorteile, da sie nur bei den „bedeutendsten“ Wind- und Wasserkraftwerken zur Anwendung kommen soll. Zudem gilt es zu verhindern, dass durch die Umsetzung Verschlechterungen resultieren.

Unsere Stellungnahme finden Sie hier:

 

 

Generalversammlung von Swiss Small Hydro beschliesst Grundsatz-Entscheid für die Lancierung einer Volksinitiative „jede kWh zählt!“

St. Gallen, 14. Mai 2022

Die Generalversammlung von Swiss Small Hydro hat sich am 13. Mai in Münchenstein BL mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine Volksinitiative zur konsequenteren Förderung einheimischer erneuerbarer Energien lanciert werden soll. Das übergeordnete Ziel ist die Dekarbonisierung der Energieversorgung bei gleichzeitiger Verbesserung der Versorgungssicherheit. Mit grosser Mehrheit hat die Generalversammlung diesen Grundsatzentscheid getroffen.

Damit können die seit Anfang Jahr geleisteten Vorarbeiten, bei welchen sich insgesamt sechs weitere Organisationen aus den Bereichen Wasserkraft, Sonnenenergie, Windkraft und Biomasse engagiert hatten, finalisiert und der Prüfprozess bei der Bundeskanzlei gestartet werden.

Die Lancierung wird im September erwartet. Weitere Details zur Volksinitiative werden zu gegebener Zeit durch die Gruppe bekannt gegeben.

Anschliessend wurde Andreas Marti nach 10 jährigem Engagement als Vize-Präsident von Swiss Small Hydro verabschiedet. Neu in den Vorstand wurden Giovanni Leonardi (TI), Hans-Walther Rutz (SG) und Adrian Bretscher (ZH) gewählt. Viviane Kessler wurde neu als Vizepräsidentin Deutschschweiz gewählt.

 

 

 

Medienmitteilung – Charta «Verantwortungsbewusste und nachhaltige Nutzung der Schweizer Kleinwasserkraft»

St. Gallen, 13. Mai 2022

Swiss Small Hydro Präsident und Nationalrat Benjamin Roduit hat anlässlich der Fachtagung Kleinwasserkraft in Münchenstein BL die Charta «Verantwortungsbewusste und nachhaltige Nutzung der Schweizer Kleinwasserkraft» vorgestellt. Die Charta wurde bereits von fast 100 Akteuren unterzeichnet.

In der Selbstverpflichtung erklären sich die Unterzeichnenden damit einverstanden, bei Planung, Bau und Betrieb von Kleinwasserkraftwerken ganzheitlich zu handeln, und dabei die Anliegen von Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft gleichwertig zu berücksichtigen. Gleichzeitig bekräftigen sie, dass die Kleinwasserkraft beim Umbau des Energiesystems eine wichtige Rolle spielt, und die Dringlichkeit, dass Hindernisse und Widerstände zur nachhaltigen Nutzung abgebaut werden.

Die über 90 Teilnehmenden an der Fachtagung aus dem In- und Ausland wurden gemeinsam durch Nationalrat Benjamin Roduit und Regierungsrat Isaac Reber begrüsst. Thematisch stand danach der Schutz und die Nutzung der Birs im Vordergrund, aber auch die sich in Vernehmlassung befindlichen neuen Förderbedingungen für Kleinwasserkraftwerke (ab 2023) wurden durch Christian Dupraz vom Bundesamt für Energie erläutert. Am Nachmittag werden die beiden Birs-Kraftwerke Obermatt in Zwingen und Büttenen 1 und 2 in Grellingen besichtigt.

Am Abend entscheidet die Generalversammlung über die Lancierung einer Volksinitiative «Jede einheimische und erneuerbare Kilowattstunde zählt!». Swiss Small Hydro hat darüber in seiner Medienmitteilung vom 7. Februar 2022 berichtet.

 

 

 

Technische Universität München – Ergebnisse eines Entscheidungsexperimentes zur Flexibilisierung von Kleinwasserkraft

Severin Ramstötter von der Technischen Universität München forschte zu den Fragen welche Faktoren Inhaber*innen von Kleinwasserkraftwerken beeinflussen, ihre Flexibilität in der Produktion zu steigern beziehungsweise anzubieten, und wie hoch der monetäre Anreiz sein muss, um eine Flexibilitätssteigerung zu erreichen. Die Ergebnisse sind in folgendem Artikel zusammengefasst:

Jetzt anmelden: 13.05.2022, Münchenstein – Fachtagung Kleinwasserkraft

Ab sofort und bis zum 4. Mai 2022 ist eine Anmeldung an unsere Fachtagung Kleinwasserkraft möglich. Es wartet ein vielseitiges Konferenzprogramm mit beeindruckenden Besichtigungszielen auf Sie.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung mit untenstehendem Formular. Wir werden zudem auf unserer Veranstaltungsseite laufend weiter informieren.

 

 

Für die Unterstützung möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Veranstaltungspartnern bedanken:

Medienpartnerschaft: zek hydro

 

Kleinwasserkraft – Petite Hydro N°104

Die N°104 unserer Zeitschrift „Petite Hydro – Kleinwasserkraft“ ist im Druck und wird in Kürze an die Mitglieder und Abonnenten versandt. Wer nicht warten mag: Hier kann sie bereits online gelesen werden.

Themen:

  • KW Obermatt, Zwingen,
  • Überlauf-Trinkwasser-Kraftwerke,
  • Radial- und Axiallager für kleine Turbinen,
  • Volksinitiative „Jede einheimische und erneuerbare Kilowattstunde zählt“,
  • Sanierungsmassnahmen Wasserkraft,
  • SSH Jahresbericht,
  • Nachruf Hans-Peter Bärtschi, …

Sind Sie interessiert an einem Jahresabonnement? Das freut uns sehr! Das Abo können Sie hier bestellen. 

Swiss Small Hydro an der Energissima (28. April bis 1. Mai)

Swiss Small Hydro wird von Donnerstag, 28. April bis Sonntag, 1. Mai 2022 an der Energissima, der Westschweizer Messe für nachhaltige Lösungen für Bauen, Wohnen und Mobilität, in Bulle teilnehmen. Wir teilen uns den Stand mit 3 anderen Verbänden, die sich für erneuerbare Energien einsetzen:

 

En savoir plus

Wasser-Agenda 21: 11. Informations- und Erfahrungsaustausch Sanierung Fischgängigkeit

Ab sofort können Sie sich für den 11. Informations- und Erfahrungsaustausch Sanierung Fischgängigkeit vom 24. Mai 2022 anmelden.

Neben Informationen des BAFU stehen spannende Referate und Workshops zu ausgewählten Themen bevor.

Webinar
Am Tag vor dem ERFA, wird Dr. Falko Wagner in einem WA21-Webinar den neuen DWA-Themenband „Methodische Grundlagen zur standörtlichen Evaluierung des Fischschutzes und Fischabstiegs“ und die ersten Erfahrungen zu seiner Anwendung vorstellen. Unsere Webinare sind kostenlos und alle Interessierten sind eingeladen, teilzunehmen.