Neue Entwicklungen in der Wasserkraft – RENEXPO INTERHYDRO

28. und 29. November 2019, Messe Salzburg
Treffpunkt der europäischen Wasserkraftbranche

E-Mobility, Durchgängigkeit, Sektorkopplung, Digitalisierung, Blockchain und vieles mehr – RENEXPO INTERHYDRO informiert am 28. und 29. November 2019 im Messezentrum Salzburg über Innovationen, neue Geschäftsmodelle und die Rolle der Wasserkraft im zukünftigen Energiesystem.

Auf der Drehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa treffen sich die Experten der Branche. Die Messe zeigt, welchen Beitrag Wasserkraft zu einer sicheren, nachhaltigen, bezahlbaren und klimaneutralen Energieversorgung leistet. Auch 2019 bietet Europas Treffpunkt der Wasserkraft eine einzigartige Plattform für Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und neue Kontakte.

Das Hydroforum in der Halle 10 bietet an beiden Tagen für die Messebesucher ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen und Diskussionsrunden zu aktuellen Branchenthemen.

Am Donnerstag, 18.11. findet hier von 11.00 bis 12.30 die Eröffnung mit anschließendem Energie-Talk zum Thema „Die Wasserkraft braucht die Politik braucht die Wasserkraft“ mit renommierten Vertretern aus Politik und Verbänden statt.

Darüber hinaus werden Details zu Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung von Wasserkraftanlagen, umgesetzte Projekte, Praxiserfahrungen, Anlagen-Komponenten und Innovationen vorgestellt. Die ausstellenden Firmen geben einen Überblick über ihre Produkte und Services. Den Abschluss bildet am Freitag nachmittags ein Panel zum Thema „Perspektiven der Wasserkraft im zukünftigen Energie-System“.

In der Messe präsentieren namhafte Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette der Wasserkraft – von Kaplan-, Francis- und Pelton- Turbinen, Generatoren, Dichtungen, Rohre und weitere Anlagen-Komponenten über Kraftwerksteuerung, Projektabwicklung, Anlagen-Instandhaltung und -Optimierung bis zu Mess- und Regeltechnik, Stromhandel und Direktvermarktung.

Mit einer Freikarte möchten wir die Mitglieder ganz herzlich zum Besuch der Messe einladen. Bitte wählen Sie hier: http://bit.ly/RenexpoFreikartenlink2019 die Sonderaktion „Freikarte – Freeticket“ aus und geben Sie den Promotion Code „RenexpoFreeticket“ ein.

Im 2tägigen Kongress werden aktuelle Themen wie politische und rechtliche Rahmenbedingungen, E-Mobility, Energiespeicherung, Instandhaltung und Modernisierung, gewässerökologisch verträglicher Wasserkraftausbau sowie internationale Märkte von Experten vorgestellt und diskutiert.

Nutzen Sie die Chance und melden Sie sich hier an: http://bit.ly/RenexpoKongressSonderkonditionen – Verbandsmitgliedern werden 20 % auf die regulären Kongress-Teilnahmegebühren gewährleistet.

Die RENEXPO INTERHYDRO spricht alle in der Wasserkraft tätigen Personen aus Wirtschaft und Industrie, Behörden und Kommunen, Politik und Verbänden sowie Wissenschaft und Forschung aus ganz Europa an.

Mehr Informationen…

Flyer…

Medienmitteilung zur Publikation der BFE Potenzialstudie Wasserkraft: Die Ziele der Energiestrategie 2050 dürften verfehlt werden!

St. Gallen, 2. September 2019

Das Bundesamt für Energie hat heute eine Studie zum Ausbaupotenzial der Wasserkraft veröffentlicht. Dabei wird das Potenzial bei der zweitgrössten erneuerbaren Energietechnologie, der Kleinwasserkraft, um fast als 50% tiefer ausgewiesen als noch 2012.

Das Ausbaupotenzial der Kleinwasserkraft wurde 2012 auf 1’290 bis 1’600 GWh/Jahr ge-schätzt. Neu geht das BFE noch von 110 bis 550 GWh/Jahr aus. Unter Berücksichtigung des seit 2012 erfolgten Zubaus schätzt das BFE damit das Potenzial 700 bis 800 GWh/a tiefer ein als noch 2012.

Ein wichtiger Grund dieses tieferen Werts liegt in der Ausgestaltung der Energiestrategie 2050. Diese hat auf Gesetzes- und vor allem Verordnungsstufe deutlich schlechtere Rah-menbedingungen für die Kleinwasserkraft geschaffen als ursprünglich angenommen. Schon heute können keine neuen Anlagen mehr über die Einspeisevergütung gefördert werden. Einzig Kraftwerke, welche noch nicht in Betrieb genommen wurden, aber eine Zusage für die Einspeisevergütung erhalten haben, sorgen in den nächsten Jahren für eine leichte Erhöhung der Produktion. Bis 2030 besteht zudem die Möglichkeit, Investitionsbeiträge zu erhalten – allerdings nur für Kraftwerke mit mindestens 300 kW Leistung. Ab 2030 verschlechtert sich die Situation dann rapide, da bei den meisten Kraftwerken, welche mittels KEV oder der Mehrkostenfinanzierung MKF («15 Räppler») gefördert wurden, die Vergütungsdauer von 15 bis 30 Jahren abläuft und diese danach den Strom nur noch zu Marktpreisen vergütet erhalten. Grössere Investitionen und Reparaturen dürften dann von vielen Betreibern nicht mehr zu finanzieren sein.

Neben der Energiestrategie 2050 hat die Kleinwasserkraft aber auch andere Herausforderungen zu meistern, deren Auswirkungen unterschiedlich interpretiert werden: Die ökologi-sche Sanierung der Wasserkraft setzt den Fokus selbstverständlich auf den Gewässerschutz – damit verbunden ist aber in den meisten Fällen eine Minderproduktion oder gar eine Stilllegung von Kraftwerken. Und das Bundesgericht hat in einem Urteil von Ende März 2019 entschieden, dass die ehehaften Wasserrechte von mehr als 300 Kleinwasserkraftwerken bald-möglichst eine Neukonzessionierung durchlaufen müssen. Eine solche Neukonzessionierung kann aufgrund der systematischen Einsprachen bis zu 10 Jahren dauern – ob die betroffenen Kraftwerksbetreiber genügend Schnauf dazu haben, ist in vielen Fällen fraglich.

Fazit: Geänderte Rahmenbedingungen haben ein wichtiges Potenzial für die Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050 vernichtet. Wenn die Politik ernsthaft beabsichtigt, nicht nur die Ziele der Energiestrategie, sondern auch die kürzlich von Bundesrätin Sommaruga kommunizierten Klimaziele erreichen zu können, ist die Politik dringend aufgefordert, hier nachzubessern!

Die besten Gelegenheiten dazu ergeben sich:

  • in der Ausgestaltung des im Energiegesetz geforderten marktnahen Fördermodells, welches das aktuelle Einspeisevergütungssystem ab 2023 ersetzen soll,
  • in einer ausgewogeneren Sanierung der Wasserkraft, welche dank besserer Berück-sichtigung des Erhalts der Energieproduktion deutlich kosteneffizienter umgesetzt werden könnte, und
  • mittels Korrekturen auf Gesetzes- und Verordnungsebene zum besseren Schutz ehe-hafter Wasserrechte, insbesondere bei Anlagen, welche in den letzten Jahren erst umfassend saniert wurden.

 

Medienmitteilung als PDF:

Aktualisiertes Factsheet Kleinwasserkraft publiziert

Aktualisiert am 02.09.2019: Angepasst auf die neuen Wasserkraftpotenziale gemäss BFE Studie

Die Kleinwasserkraft ist nach der Grosswasserkraft die zweitwichtigste Technologie zur erneuerbaren Schweizer Elektrizitätsproduktion.  Ihr Potenzial ist zudem erst zu gut 75% erschlossen.

Das Factsheet Kleinwasserkraft sammelt die wichtigsten Kenndaten dieser Technologie und wurde kürzlich basierend auf den neuesten statistischen Daten des Bundesamts für Energie aktualisiert. Im Anhang des Factsheets finden sich informative grafische Darstellungen, welche eindrücklich aufzeigen, wieso dass eine Energiewende ohne die Kleinwasserkraft nicht gelingen kann.

Das Factsheet steht ab sofort hier zum Download bereit.

EnergieSchweiz – Newsletter Kleinwasserkraft Nr. 38 publiziert

Der neueste Newsletter Kleinwasserkraft von EnergieSchweiz wurde soeben publiziert.

Themen:

  • Nicht vergessen: Wechsel in die Direktvermarktung per Ende 2019!
  • Rückblick Fachtagung Kleinwasserkraft in Neuchâtel
  • BGer – Urteil zur entschädigungslosen Ablösung ehehafter Wasserrechte
  • Neuigkeiten zu den Rahmenbedingungen und statistische Zahlen
  • Detaillierte Statistik Kleinstwasserkraft publiziert: Über 900 Kleinstwasserkraftwerke in der Schweiz
  • Testbetrieb PAT Francis Turbine
  • und vieles mehr…

Der Newsletter kann hier heruntergeladen werden.

Berufsbegleitender Universitätslehrgang Wasserkraft startet wieder

Der Bedarf an qualifizierten Technikern steigt massiv an und fordert zunehmend interdisziplinäres, technisches Wissen an der Schnittstelle zu Nachhaltigkeit, Ökologie und Umweltschutz. „Wasserkraft hat Zukunft und braucht gut ausgebildete Nachwuchskräfte und Quereinsteiger“, ist Prof. Helmut Jaberg, Leiter des Instituts für Hydraulische Strömungsmaschinen der TU Graz, überzeugt und hat deshalb diesen Lehrgang „Wasserkraft“ zusammen mit erstrangigen Fachleuten aus der Branche ins Leben gerufen.

Das praxisorientierte Fernstudium Wasserkraft führt in fünf Semestern zum Master of Engineering (MEng) und bietet Berufstätigen eine fachspezifische und gleichzeitig interdisziplinäre Fortbildung im Bereich der Wasserkraft. Im Oktober 2019 startet diese akademische Spezialausbildung bereits zum vierten Mal.

Durch das Abdecken der Kernthemen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauwesen und zusätzlichem Know-how über Energiewirtschaft, Hydrologie und weiteren interdisziplinären Spezialthemen, bildet die TU Graz genau jene kompetenten Ansprechpartner aus, die Hersteller, Betreiber, Planer und Behörden brauchen und suchen.

Blended Learning – die Kombination aus maßgeschneiderter Online-Lehre für den raschen Lernerfolg, geblockten Präsenzveranstaltungen, Exkursionen und Online-Prüfungen ermöglicht eine perfekte berufsbegleitende Weiterbildung an einer Technischen Universität Graz.

Start: Oktober 2019
Anmeldung: bis 20.09.2019

Nähere Informationen sowie Details zur Anmeldung

Informieren Sie sich hier über aktuelle Fördermöglichkeiten

Nicht vergessen: Wechsel in die Direktvermarktung bis Ende Jahr!

Mit Inkrafttreten des totalrevidierten Energiegesetzes und der entsprechenden Verordnungen wurde 2018 die bisherige KEV in ein Einspeisevergütungssystem mit Direktvermarktung umgestaltet. Spätestens ab dem 1. Januar 2020 müssen folgende Anlagenbetreiber ihren Strom selber vermarkten (Direktvermarktung):

  • Betreiber von Anlagen mit einer Leistung von 100 kW oder mehr, die ab dem 1. Januar 2018 in das Einspeisevergütungssystem aufgenommen wurden.
  • Betreiber von Anlagen, die Ende 2017 bereits eine Einspeisevergütung nach bisherigem Recht erhielten, sofern ihre Anlage eine Leistung von 500 kW oder mehr aufweist.

Was müssen betroffene Produzenten unternehmen?

Sie suchen sich einen Direktvermarkter Ihrer Wahl, der Ihnen den Strom zu den attraktivsten Konditionen abnimmt. Eine nicht abschliessende Übersicht einiger Direktvermarkter finden Sie hier: www.pronovo.ch/de/foerdermittel/evs/direktvermarktung/

Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig einen Direktvermarkter suchen. Versäumen Sie es, per 1. Januar 2020 einen Vertrag mit einem Direktvermarkter abzuschliessen, der Ihren Strom abnimmt und Ihnen dafür einen Kaufpreis bezahlt, entgehen Ihnen für den Zeitraum bis Sie einen Käufer für Ihren Strom finden, die Erlöse aus dem Stromverkauf.

Nach dem Wechsel in die Direktvermarktung erhalten Sie von der Pronovo AG eine Einspeiseprämie und ein Bewirtschaftungsentgelt. Die Einspeiseprämie ergibt sich aus dem Vergütungstarif Ihrer Anlage abzüglich eines Referenzmarktpreises, unabhängig von Ihrem Erlös aus dem Stromverkauf. Mit ihr wird der ökologischen Mehrwert des Stroms abgegolten, weshalb weiterhin keine Herkunftsnachweise für den Verkauf zur Verfügung stehen. Das Bewirtschaftungsentgelt erhalten Sie als Ausgleich für die Vermarktungskosten.

Sollten Sie bereits vor dem 1. Januar 2020 in die Direktvermarktung wechseln, lassen Sie der Pronovo AG bitte eine entsprechende Mitteilung zukommen.

Weitere Informationen zur Direktvermarktung finden Sie im Faktenblatt des Bundesamtes für Energie.

(Text: BFE)

22. Internationales Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke: Vortragsprogramm online

Das detaillierte Programm mit allen Vorträgen ist nun auf der Veranstaltungswebseite verfügbar. Hier finden Sie auch eine PDF Version des Programmes.

Freuen Sie sich auf spannende Vorträge in den Themenblöcken:

  • Turbinentechnik
  • Planung und Bau
  • Umwelt und Nachhaltigkeit
  • Technik und Innovation

Diskussionsforum: Direktvermarktung

Das diesjährige Diskussionsforum Direktvermarktung wird sich mit Vermarktungsmodellen, Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und Stromtankstellen befassen. Wir freuen uns auf Ihre wertvollen Beiträge und Diskussionen im Plenum.

Online Anmeldung: Frühbucher-Rabatt bis 31. Juli

Eine Anmeldung für das Anwenderforum ist auf der Veranstaltungswebseite möglich. Registrieren Sie sich bis zum 31. Juli, um vom Frühbucher-Rabatt zu profitieren. Auch Swiss Small Hydro Mitglieder profitieren von vergünstigten Tarifen.

Ausstellung und Sponsoring

Das Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke wird von einer Ausstellung begleitet und bietet attraktive Sponsoring-Möglichkeiten. Seien Sie schnell bei der Standplatzvergabe und melden Sie sich jetzt als Aussteller an >>.

 

Medienmitteilung zum Entscheid des Bundesgerichts zur erforderlichen Neukonzessionierung mehrerer Hundert Wasserkraftwerke

St. Gallen, 16. Mai 2019

Das Bundesgericht hat entschieden, dass die sogenannten «ehehaften» Wasserrechte baldmöglichst und entschädigungslos durch Konzessionen abgelöst werden müssen. Dieser Entscheid kommt völlig überraschend, hat doch das Bundesgericht diese historischen Wasserrechte in mehreren Urteilen bis anhin immer geschützt. Swiss Small Hydro verfolgt gespannt die weitere Entwicklung des Prozesses. Das Urteil hat eine enorme Tragweite und betrifft schweizweit Hunderte von kleinen und mittleren Wasserkraftwerken.

Der Entscheid des Bundesgerichts wurde anfangs Mai kommuniziert und der Fall liegt nun beim Regierungsrat des Kantons Zug. Der Kanton hat sich 30 Tage Zeit genommen, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Für Swiss Small Hydro kommt das Urteil völlig unerwartet, wurden doch die ehehaften Wasserrechte in verschiedenen früheren Urteilen immer geschützt. Auch sind die Erwägungen nicht vollumfänglich nachvollziehbar. Die Anzahl bestehender ehehafter Wasserrechte wurde beispielsweise erheblich unterschätzt.

Es ist davon auszugehen, dass nun Projekte in Bewilligungsverfahren massive Verzögerungen erhalten werden. Das gilt nicht nur Arbeiten im Zusammenhang mit der erneuerbaren Energieproduktion, sondern auch mit der ökologischen Sanierung der Wasserkraft, welche durch das Bundesamt für Umwelt BAFU koordiniert wird.

Der Schweizer Verband der Kleinwasserkraft setzt sich für die nachhaltige Nutzung der Wasserkraft ein. Der Schutz der ehehaften Wasserrechte ist dabei kein Widerspruch.

Hintergrundinformationen

Medienmitteilung als PDF:

Alle Infos zur Fachtagung Kleinwasserkraft in Neuchâtel online

Am 11. Mai 2019 fand im Hotel Beaulac in Neuchâtel die 38. Generalversammlung Swiss Small Hydro mit anschliessender Fachtagung Kleinwasserkraft statt. Insgesamt haben beinahe 100 Personen teilgenommen. Sämtliche am Vormittag gezeigten Präsentationen können nun von unserer Homepage (Download hier) heruntergeladen werden. Auf unserer Bilddatenbank auf Flickr finden sich zudem diverse Fotos von der Veranstaltung.

 

UREK-N – Konzessionserneuerung von Wasserkraftanlagen

Quelle: Parlament.ch

Die Kommission beabsichtigt die Regelungen für Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Konzessionserneuerungen von Wasserkraftwerken zu präzisieren. Neu soll vom Ist-Zustand zum Zeitpunkt der Konzessionserneuerung ausgegangen werden. Der entsprechende Entwurf wurde von der Kommission mit 14 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung verabschiedet und setzt damit die parlamentarische Initiative von Nationalrat Rösti (16.452) um. Eine Minderheit befürwortet hierbei die zusätzliche Regelung, dass in solchen Fällen nach Möglichkeit und soweit dies verhältnismässig sei, Massnahmen zugunsten von Natur und Landschaft vereinbart oder angeordnet werden. Die Ergebnisse aus der Vernehmlassung sind auf der Internetseite der Kommission verfügbar.