Aktualisiertes Factsheet Kleinwasserkraft publiziert

Die Kleinwasserkraft ist nach der Grosswasserkraft die zweitwichtigste Technologie zur erneuerbaren Schweizer Elektrizitätsproduktion.  Ihr Potenzial ist zudem erst zu gut 75% erschlossen.

Das Factsheet Kleinwasserkraft sammelt die wichtigsten Kenndaten dieser Technologie und wurde kürzlich basierend auf den neuesten statistischen Daten des Bundesamts für Energie aktualisiert. Im Anhang des Factsheets finden sich informative grafische Darstellungen, welche eindrücklich aufzeigen, wieso dass eine Energiewende ohne die Kleinwasserkraft nicht gelingen kann.

Das Factsheet steht ab sofort hier zum Download bereit.

EnergieSchweiz – Newsletter Kleinwasserkraft Nr. 38 publiziert

Der neueste Newsletter Kleinwasserkraft von EnergieSchweiz wurde soeben publiziert.

Themen:

  • Nicht vergessen: Wechsel in die Direktvermarktung per Ende 2019!
  • Rückblick Fachtagung Kleinwasserkraft in Neuchâtel
  • BGer – Urteil zur entschädigungslosen Ablösung ehehafter Wasserrechte
  • Neuigkeiten zu den Rahmenbedingungen und statistische Zahlen
  • Detaillierte Statistik Kleinstwasserkraft publiziert: Über 900 Kleinstwasserkraftwerke in der Schweiz
  • Testbetrieb PAT Francis Turbine
  • und vieles mehr…

Der Newsletter kann hier heruntergeladen werden.

Berufsbegleitender Universitätslehrgang Wasserkraft startet wieder

Der Bedarf an qualifizierten Technikern steigt massiv an und fordert zunehmend interdisziplinäres, technisches Wissen an der Schnittstelle zu Nachhaltigkeit, Ökologie und Umweltschutz. „Wasserkraft hat Zukunft und braucht gut ausgebildete Nachwuchskräfte und Quereinsteiger“, ist Prof. Helmut Jaberg, Leiter des Instituts für Hydraulische Strömungsmaschinen der TU Graz, überzeugt und hat deshalb diesen Lehrgang „Wasserkraft“ zusammen mit erstrangigen Fachleuten aus der Branche ins Leben gerufen.

Das praxisorientierte Fernstudium Wasserkraft führt in fünf Semestern zum Master of Engineering (MEng) und bietet Berufstätigen eine fachspezifische und gleichzeitig interdisziplinäre Fortbildung im Bereich der Wasserkraft. Im Oktober 2019 startet diese akademische Spezialausbildung bereits zum vierten Mal.

Durch das Abdecken der Kernthemen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauwesen und zusätzlichem Know-how über Energiewirtschaft, Hydrologie und weiteren interdisziplinären Spezialthemen, bildet die TU Graz genau jene kompetenten Ansprechpartner aus, die Hersteller, Betreiber, Planer und Behörden brauchen und suchen.

Blended Learning – die Kombination aus maßgeschneiderter Online-Lehre für den raschen Lernerfolg, geblockten Präsenzveranstaltungen, Exkursionen und Online-Prüfungen ermöglicht eine perfekte berufsbegleitende Weiterbildung an einer Technischen Universität Graz.

Start: Oktober 2019
Anmeldung: bis 20.09.2019

Nähere Informationen sowie Details zur Anmeldung

Informieren Sie sich hier über aktuelle Fördermöglichkeiten

Nicht vergessen: Wechsel in die Direktvermarktung bis Ende Jahr!

Mit Inkrafttreten des totalrevidierten Energiegesetzes und der entsprechenden Verordnungen wurde 2018 die bisherige KEV in ein Einspeisevergütungssystem mit Direktvermarktung umgestaltet. Spätestens ab dem 1. Januar 2020 müssen folgende Anlagenbetreiber ihren Strom selber vermarkten (Direktvermarktung):

  • Betreiber von Anlagen mit einer Leistung von 100 kW oder mehr, die ab dem 1. Januar 2018 in das Einspeisevergütungssystem aufgenommen wurden.
  • Betreiber von Anlagen, die Ende 2017 bereits eine Einspeisevergütung nach bisherigem Recht erhielten, sofern ihre Anlage eine Leistung von 500 kW oder mehr aufweist.

Was müssen betroffene Produzenten unternehmen?

Sie suchen sich einen Direktvermarkter Ihrer Wahl, der Ihnen den Strom zu den attraktivsten Konditionen abnimmt. Eine nicht abschliessende Übersicht einiger Direktvermarkter finden Sie hier: www.pronovo.ch/de/foerdermittel/evs/direktvermarktung/

Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig einen Direktvermarkter suchen. Versäumen Sie es, per 1. Januar 2020 einen Vertrag mit einem Direktvermarkter abzuschliessen, der Ihren Strom abnimmt und Ihnen dafür einen Kaufpreis bezahlt, entgehen Ihnen für den Zeitraum bis Sie einen Käufer für Ihren Strom finden, die Erlöse aus dem Stromverkauf.

Nach dem Wechsel in die Direktvermarktung erhalten Sie von der Pronovo AG eine Einspeiseprämie und ein Bewirtschaftungsentgelt. Die Einspeiseprämie ergibt sich aus dem Vergütungstarif Ihrer Anlage abzüglich eines Referenzmarktpreises, unabhängig von Ihrem Erlös aus dem Stromverkauf. Mit ihr wird der ökologischen Mehrwert des Stroms abgegolten, weshalb weiterhin keine Herkunftsnachweise für den Verkauf zur Verfügung stehen. Das Bewirtschaftungsentgelt erhalten Sie als Ausgleich für die Vermarktungskosten.

Sollten Sie bereits vor dem 1. Januar 2020 in die Direktvermarktung wechseln, lassen Sie der Pronovo AG bitte eine entsprechende Mitteilung zukommen.

Weitere Informationen zur Direktvermarktung finden Sie im Faktenblatt des Bundesamtes für Energie.

(Text: BFE)

22. Internationales Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke: Vortragsprogramm online

Das detaillierte Programm mit allen Vorträgen ist nun auf der Veranstaltungswebseite verfügbar. Hier finden Sie auch eine PDF Version des Programmes.

Freuen Sie sich auf spannende Vorträge in den Themenblöcken:

  • Turbinentechnik
  • Planung und Bau
  • Umwelt und Nachhaltigkeit
  • Technik und Innovation

Diskussionsforum: Direktvermarktung

Das diesjährige Diskussionsforum Direktvermarktung wird sich mit Vermarktungsmodellen, Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und Stromtankstellen befassen. Wir freuen uns auf Ihre wertvollen Beiträge und Diskussionen im Plenum.

Online Anmeldung: Frühbucher-Rabatt bis 31. Juli

Eine Anmeldung für das Anwenderforum ist auf der Veranstaltungswebseite möglich. Registrieren Sie sich bis zum 31. Juli, um vom Frühbucher-Rabatt zu profitieren. Auch Swiss Small Hydro Mitglieder profitieren von vergünstigten Tarifen.

Ausstellung und Sponsoring

Das Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke wird von einer Ausstellung begleitet und bietet attraktive Sponsoring-Möglichkeiten. Seien Sie schnell bei der Standplatzvergabe und melden Sie sich jetzt als Aussteller an >>.

 

Medienmitteilung zum Entscheid des Bundesgerichts zur erforderlichen Neukonzessionierung mehrerer Hundert Wasserkraftwerke

St. Gallen, 16. Mai 2019

Das Bundesgericht hat entschieden, dass die sogenannten «ehehaften» Wasserrechte baldmöglichst und entschädigungslos durch Konzessionen abgelöst werden müssen. Dieser Entscheid kommt völlig überraschend, hat doch das Bundesgericht diese historischen Wasserrechte in mehreren Urteilen bis anhin immer geschützt. Swiss Small Hydro verfolgt gespannt die weitere Entwicklung des Prozesses. Das Urteil hat eine enorme Tragweite und betrifft schweizweit Hunderte von kleinen und mittleren Wasserkraftwerken.

Der Entscheid des Bundesgerichts wurde anfangs Mai kommuniziert und der Fall liegt nun beim Regierungsrat des Kantons Zug. Der Kanton hat sich 30 Tage Zeit genommen, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Für Swiss Small Hydro kommt das Urteil völlig unerwartet, wurden doch die ehehaften Wasserrechte in verschiedenen früheren Urteilen immer geschützt. Auch sind die Erwägungen nicht vollumfänglich nachvollziehbar. Die Anzahl bestehender ehehafter Wasserrechte wurde beispielsweise erheblich unterschätzt.

Es ist davon auszugehen, dass nun Projekte in Bewilligungsverfahren massive Verzögerungen erhalten werden. Das gilt nicht nur Arbeiten im Zusammenhang mit der erneuerbaren Energieproduktion, sondern auch mit der ökologischen Sanierung der Wasserkraft, welche durch das Bundesamt für Umwelt BAFU koordiniert wird.

Der Schweizer Verband der Kleinwasserkraft setzt sich für die nachhaltige Nutzung der Wasserkraft ein. Der Schutz der ehehaften Wasserrechte ist dabei kein Widerspruch.

Hintergrundinformationen

Medienmitteilung als PDF:

Alle Infos zur Fachtagung Kleinwasserkraft in Neuchâtel online

Am 11. Mai 2019 fand im Hotel Beaulac in Neuchâtel die 38. Generalversammlung Swiss Small Hydro mit anschliessender Fachtagung Kleinwasserkraft statt. Insgesamt haben beinahe 100 Personen teilgenommen. Sämtliche am Vormittag gezeigten Präsentationen können nun von unserer Homepage (Download hier) heruntergeladen werden. Auf unserer Bilddatenbank auf Flickr finden sich zudem diverse Fotos von der Veranstaltung.

 

UREK-N – Konzessionserneuerung von Wasserkraftanlagen

Quelle: Parlament.ch

Die Kommission beabsichtigt die Regelungen für Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Konzessionserneuerungen von Wasserkraftwerken zu präzisieren. Neu soll vom Ist-Zustand zum Zeitpunkt der Konzessionserneuerung ausgegangen werden. Der entsprechende Entwurf wurde von der Kommission mit 14 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung verabschiedet und setzt damit die parlamentarische Initiative von Nationalrat Rösti (16.452) um. Eine Minderheit befürwortet hierbei die zusätzliche Regelung, dass in solchen Fällen nach Möglichkeit und soweit dies verhältnismässig sei, Massnahmen zugunsten von Natur und Landschaft vereinbart oder angeordnet werden. Die Ergebnisse aus der Vernehmlassung sind auf der Internetseite der Kommission verfügbar.

RENEXPO INTERHYDRO – Die europäische Wasserkraftmesse mit Kongress

Am 28. und 29. November 2019 findet die RENEXPO INTERHYDRO im Messezentrum Salzburg zum bereits 11. Mal als Europas Wasserkraft-Treffpunkt Nr. 1 statt.

Auf der Drehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa treffen sich die Experten der Branche. Die RENEXPO INTERHYDRO zeigt, welchen Beitrag Wasserkraft zu einer sicheren, nachhaltigen, bezahlbaren und klimaneutralen Energieversorgung leistet.

Im 2tägigen Kongress werden aktuelle Themen wie politische und rechtliche Rahmenbedingungen, Praxis-Erfahrungen, Projekte und Komponenten im Kraftwerksbau, Energiespeicherung, Instandhaltung und Modernisierung sowie gewässerökologisch verträglicher Wasserkraftausbau von Experten vorgestellt und diskutiert.

Die RENEXPO INTERHYDRO spricht alle in der Wasserkraft tätigen Personen aus Wirtschaft und Industrie, Behörden und Kommunen, Politik und Verbänden sowie Wissenschaft und Forschung aus ganz Europa an.

Mehr Informationen…

Call for Papers…

Kleinwasserkraftwerk Stroppel: Wirkungskontrolle Fischabstieg am Horizontalrechen mit Bypass

Der neue Bericht zur in den Jahren 2015 bis 2017 durchgeführten Wirkungskontrolle eines Horizontalrechens mit Bypass am Kleinwasserkraftwerk Stroppel liegt vor.

Im Bericht werden die verwendeten Methoden beschrieben und die jeweiligen Ergebnisse vorgestellt. Da es sich um ein schweizweites Pilotprojekt handelt und zum Verhalten der Fische während des Abstiegs in grösseren Fliessgewässern im Mittelland wenig bekannt ist, wurde zusätzlich versucht, die folgenden Fragestellungen zu beantworten:
•    Wodurch wird Fischwanderung ausgelöst resp. wann findet Fischabwanderung statt?
•    Ist der Abstieg ein aktives Abwandern oder ein passives Abdriften?

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