2017: Ausserordentliche Trockenheit in der West- und Nordwestschweiz

Swiss Small Hydro, der Schweizer Verband der Kleinwasserkraft, wurde durch seine Mitglieder verschiedentlich darauf aufmerksam gemacht, dass die Produktion aus Kleinwasserkraft 2017 weit unterdurchschnittlich verläuft. Dies betrifft insbesondere Anlagen in der West- und der Nordwestschweiz. So gibt es in diesen Regionen Kraftwerke, welche bis Oktober erst 40% ihrer mittleren Jahresproduktion erreicht haben!

Aus diesem Grund hat Swiss Small Hydro die Swissgrid brieflich mit der Bitte kontaktiert, aufgrund der aussergewöhnIichen klimatischen Verhältnisse den verfügbaren Spielraum maximal auszunützen, um die Rücksetzung dieser Kraftwerke auf den Marktpreis zu verhindern. Gleichzeitig bedarf es aber auch einer Überprüfung der Regelung auf Verordnungsebene: Das zunehmende Risiko geringerer Niederschlagsmengen oder länger anhaltender Trockenheitsperioden kann dazu führen, dass Kraftwerke aus der KEV fallen und umfangreiche Rückzahlungen erforderlich würden. Diese Rückzahlungen dürften zum Konkurs vieler Betreiber führen – und damit zu stillstehenden Kraftwerken in den Schweizer Gewässern. Diese würden nicht nur die Sanierung Wasserkraft nach GSchG behindern, sondern hätten auch eine ineffiziente Nutzung der bereits ausbezahlten KEV-Gelder zur Folge.